Abgenutzt - repariert - umfunktioniert.

Abgenutzte, reparierte und/oder umfunktionierte Alltagsgegenstände finden sich in vielen Haushalten. Trotz ihres eigentlichen Makels erfreuen gerade sie sich oft einer besonderen Wertschätzung. Vor allem, wenn sie an wichtige Menschen, an Lebenssituationen und Begebenheiten erinnern, die persönliche Erinnerungen in uns hervorrufen. Wie etwa eine Kanne, die seit dem "Umbau" vor fast 100 Jahren selbst zwei Kriege und einen Häuserbrand überstanden hat. Oder zwei zerbrochene Teetassen, die seit 80 Jahren zerbrochen aufbewahrt werden. Sie standen als Schautassen immer auf einer Anrichte in der Stube. Eines Tages (um 1930) stieß die Enkeltochter der Oma, die sie von ihren Reisen als Wanderhändlerin aus Norddeutschland mit nach Hause in den Westerwald gebracht hatte, dagegen. Seitdem liegen die vier Bruchstücke als unentbehrliche Andenken bei den Nachfahren im Wohnzimmerschrank.

Unentbehrlich

Geschichten und Ausstellungsexponate, die der Volkskundler Moritz Jungbluth aus Nauort/Ww. zusammengetragen hat, vermitteln dabei Einblicke in die spezifischen Reparaturbereiche von Frauen und Männern und zeigen auch ehemalige Flickberufe, die in der heutigen Wegwerfgesellschaft fast ausgestorben sind.
In Partnerschaft mit dem Lippischen Landesmuseum Detmold.