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Westerwälder Kleinhaus

Das Haus symbolisiert das Wohnen, Leben und Arbeiten der ärmeren Bevölkerungsschichten auf dem Westerwald, insbesondere für die Zeit zwischen 1850 und dem zweiten Weltkrieg. Es ist ein Nachbau, der im Jahre 2004 fertig gestellt wurde. Die Größenverhältnisse wurden einem Vorbild aus Kirburg nachempfunden, das etwa aus der Zeit um 1888 stammt.

Auf diesen 50 m² lebten 11 Personen. Die kleine Kammer hinter dem Ern war das Elternschlafzimmer. Vom Ern geht rechts die Wohnstube mit Ofen ab, dahinter liegt die unbeheizte Kammer für die Kinder. In der Wohnstube wurde abwechselnd gekocht, gelebt, gespielt und geschlafen.

Auf dem Dachboden waren sperrige, nicht täglich genutzte Haushaltsgegenstände gelagert. Zum Beispiel die Teigmolle. Denn natürlich wurde der Brotteig damals alle zwei bis drei Wochen selbst hergestellt und die Brotlaibe im Dorfbackes gebacken. Im Dachgeschoß war zudem noch eine Klempnerwerkstatt (Spenglerei) untergebracht. Blech-Vorräte, Brennholz sowie das Viehfutter für eine Kuh sowie Hühner fanden im Schuppen gegenüber Platz.

Der Keller war Viehstall und Vorratslager. Heute ist dort das letzte Exemplar eines Westerwälder Rindes zu sehen. Die Rasse starb um 1945 aus. Im Museum dient das Gebäude zur Darstellung sozialgeschichtlicher Themen.

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