„Und es waren Hirten auf dem Felde…“
Ausstellung im Landschaftsmuseum Westerwald Hachenburg
Dass die Hirten und ihre Herden als erste Zeugen der Geburt Jesu im Weihnachtsevangelium genannt werden, hat einen tiefen Sinn. Im Altertum waren die Hirten die ersten Träger einer Kultur, nicht arme umherziehende Nomaden. Schon der antike Dichter Vergil (70-19 v. Chr.) beschrieb in den zwei bedeutenden Lehrgedichten „Bucolica“ und „Georgica“ das goldene Zeitalter. Die Bucolica beschreiben verklärend das Leben der Hirten und Ihrer Herden, die Georgica das Landleben in allen Aspekten.
Für die Künstler der frühen Moderne war die Übereinstimmung von Mensch und Natur ein Thema, das sie zunächst den antiken Überlieferungen entnahmen. So haben Aristide Maillol (1861-1944) und Richard Seewald (1889-1976) Holzschnitte zu den Vergil-Gedichten geschaffen. Viele andere, wie Ludwig von Hofmann (1861-1945), wandelten die Themen frei ab. Welche bedeutsame Rolle das Thema Hirten und Herden für die Kunst der Zeit damals spielte, zeigen die 30 Arbeiten der Ausstellung, die aus einer Privatsammlung zur Verfügung gestellt wurden.



